Sicheres Fahren durch Vibration am Lenkrad
Die meisten Autounfälle gehen auf Unaufmerksamkeit am Steuer zurück. Wie diese Gefahrenquelle minimiert werden kann beschäftigt seit Jahren Politik und Autoindustrie. An einer Lösung für dieses Problem Arbeitet seit geraumer Zeit der US-Amerikanische Telekommunikationskonzern AT&T.
Der Grundgedanke ist einfach. Mithilfe von Vibrationen erhält der Fahrer Informationen darüber wohin er lenken soll. Vibriert es links, dann sollte er nach links fahren. Bei einer Vibration auf der rechten Seite soll er nach rechts lenken. Entsprechende Signale werden von einem Steuerungscomputer aus an Aktoren im Lenkrad weitergegeben die eine Vielzahl an Vibrationsmustern erzeugen können. Damit können Fahrer vor den verschiedensten Gefahren im Straßenverkehr gewarnt werden.
Tests haben ergeben, dass vor allem jüngere Fahrer auf diese Signale positiv reagieren. Bei älteren Fahrzeugführern hingegen ließen sich keine Auffälligkeiten beobachten. Im Gegensatz zu akustischen oder Bildschirmsignalen konnte aber eine Verbesserung erzielt werden. Das liegt daran, dass bei Vibrationen, anders als bei akustischen Signalen keine weitere Ablenkung besteht.
Dazu passt die Tatsache, dass das Telefonieren mit dem Handy das Unfallrisiko um das vierfache erhöht. Lenkt sich der Fahrer mit dem Schreiben von SMS vom Fahren ab, steigert sich das Risiko sogar um das 23-Fache.
Für dieses Problem könnte es neben gesetzlichen Regelungen auch Möglichkeiten von Seiten der Handyhersteller geben. So gäbe es die Möglichkeit Sensoren in die Telefone zu integrieren, die Anrufe und das Schreiben von Nachrichten sperren, wenn das Gerät feststellt, dass es sich in einem fahrenden Auto befindet. Ob solche Lösungen jedoch jemals ein Verantwortungsbewusstes Fahren ersetzen kann ist fraglich.
Das Lenkrad mit dem integrierten Richtungssignal ist aber in jedem Fall noch in der Entwicklungsphase. Wann Sie das Stadium einer Technologie erreicht, die Marktfähig ist, ist noch nicht abzusehen. Jetzt geht es zunächst erst einmal darum Signale zu entwickeln die für Jeden intuitiv verständlich sind. Bis dahin heißt es weiterhin, Augen auf im Straßenverkehr.